AZUBI-FONDS – Bewerbungsverfahren

Sie wohnen in Heidelberg, suchen noch einen Ausbildungsplatz für das Jahr 2019 und hatten bisher wenig Erfolg? Aktuell können Sie sich bei uns um einen freien Ausbildungsplatz in geförderter Ausbildung bewerben.
Mit dem Projekt AZUBI-FONDS eröffnet die Heidelberger Dienste gGmbH in Kooperation mit der Stadt Heidelberg Jugendlichen und jungen Erwachsenen berufliche Perspektiven – durch zusätzlich zur Verfügung gestellte Ausbildungsplätze bei Unternehmen aus Heidelberg und Umgebung.
Senden Sie Ihre vollständigen Bewerbungsunterlagen inklusive Zeugnis an:  glassen@hddienste oder brunner@hddienste.de. Wir freuen uns auf Ihre E-Mail!

Welcome Center Rhein-Neckar erhält weitere Förderung bis Ende 2020

08.07.2019 | Stuttgart: Internationale Fachkräfte sind in der Region Rhein-Neckar herzlich willkommen – unter dieser Überschrift starteten die Stadt Mannheim, die Heidelberger Dienste GmbH und der Rhein-Neckar-Kreis 2014 mit dem „Welcome Center Rhein-Neckar“ ein regionales Serviceangebot zur Stärkung der Willkommenskultur für internationale Fachkräfte.

Staatssekretärin Katrin Schütz überreicht am 08.07.2019 in Stuttgart Förderbescheide das Welcome Center Rhein Neckar„

Ich freue mich sehr, dass das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau Baden-Württemberg das Welcome Center Rhein-Neckar nun bis Ende 2020 fördert“, so der Landrat des Rhein-Neckar-Kreises, Stefan Dallinger. Am Montag, 8. Juli, übergab Staatssekretärin Katrin Schütz die Zuwendungsbescheide in Stuttgart. Insgesamt fördert das Wirtschaftsministerium Baden-Württemberg die neun regionalen Welcome Center für internationale Fachkräfte und das landesweite Welcome Center Sozialwirtschaft mit 2,1 Millionen Euro. Zusätzlich wurde eine Stelle zur Koordinierung des Landesnetzwerks Welcome Center neu eingerichtet. Das „Welcome Center Rhein-Neckar“ erhält 246.786 Euro Förderung. Dies entspricht 60 Prozent der Gesamtkosten. Von diesen Geldern werden neben den bisherigen drei Stellen für die drei Standorte zwei zusätzliche halbe Stellen bei der Heidelberger Dienste gGmbH eingerichtet. Eine der Stellen stärkt die Unterstützung für die Zielgruppe der internationalen Studierenden, die zweite ist für die geplante Kooperation mit der Handwerkskammer Rhein-Neckar-Odenwald vorgesehen. Die übrigen 40 Prozent kommen von den drei Partnern Stadt Mannheim, Landkreis Rhein-Neckar und Heidelberger Dienste gGmbH vor Ort. Die Geschäftsführung des Welcome Centers Rhein-Neckar liegt beim Fachbereich für Wirtschafts- und Strukturförderung der Stadt Mannheim.

„Das Welcome Center Rhein-Neckar ist eine wertvolle Anlaufstelle für internationale Studierende und Fachkräfte ebenso wie für kleine und mittlere Unternehmen, die internationale Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gewinnen wollen. Mit der zusätzlichen Förderung können wir unser Beratungsangebot für diese Zielgruppen und für eine gelingende Integration in den Arbeitsmarkt weiter ausbauen“, so Bürgermeister Michael Grötsch und Bürgermeisterin Felicitas Kubala.

„Wir freuen uns über die weitere Förderung des Welcome Center Rhein-Neckar. Es ist für die Stadt Heidelberg und die gesamte Region wichtig, dass wir die Willkommenskultur für internationale Fachkräfte weiter stärken. Internationale Akademiker und Facharbeiter helfen insbesondere den kleinen und mittleren Unternehmen in der Region dabei, dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken und wettbewerbsfähig zu bleiben“, sagt Marc Massoth, Leiter des Amtes für Wirtschaftsförderung und Wissenschaft der Stadt Heidelberg.

 

Es gibt drei Servicestellen:

Standortleitung Heidelberg:
Dr. Christian Krohne
Heidelberger Dienste gGmbH
krohne@hddienste.de
Mobil: +49 176 32506019

 

Standortleitung Mannheim:
Bogdan Dumitru Militaru
Bürgerdienste Stadt Mannheim
Bogdan.Militaru@mannheim.de
Telefon: +49 621 293 – 4020

 

Standortleitung Rhein-Neckar-Kreis:
Lisa Sieckmeyer
Landratsamt Rhein-Neckar-Kreis
lisa.sieckmeyer@rhein-neckar-kreis.de
Telefon: +49 6221 522 – 2467

 

Staatssekretärin Katrin Schütz überreicht am 08.07.2019 in Stuttgart Förderbescheide an elf Welcome Center.

Konkrete Bewerbungstipps aus erster Hand beim internationalen Karrierefrühstück

15.05.2019 | Heidelberg: Was mache ich, wenn ich im Bewerbungsgespräch sehr nervös werde? Oder wie verhalte ich mich, wenn ich eine Frage nicht beantworten kann?
Mit diesen und ähnlichen Situationen konfrontierte die Kommunikationstrainerin Janine Marielle Ruchdie 17 internationalen Studierenden bei dem internationalen Karrierefrühstück am Mittwochvormittag im Café Brotzeit. Zu dem Frühstück mit anschließendem Besuch auf der CONTACT 2019 hatte das Welcome Center Rhein-Neckar in Kooperation mit dem Career Service der Universität Heidelberg, dem International Office der SRH Hochschule und dem Hochschulteam der Agentur für Arbeit Heidelberg eingeladen.

Dr. Jan Schönefeld, der als Vertreter der Notion Systems GmbH aus Schwetzingen an dem Karrierefrühstück teilnahm, gab den Studierenden wertvolle Tipps für das Vorstellungsgespräch aus Arbeitgebersicht. Zuvor hatte der Entwicklungsleiter das Unternehmen in einem lebendigen Vortrag vorgestellt und den Studierenden die Vorteile einer Mitarbeit in einem kleineren Unternehmen dargelegt.

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Von Tim Rath, Projektmanager bei der Genewerk GmbH, erfuhren die Studierenden, warum es sich lohnt, sich nach Einstiegschancen in der Gründerszene umzusehenund welche Chancen die Mitarbeit in einem Start-up Unternehmen bietet. Vom Hochschulteam der Bundesagentur für Arbeit stellte sich Petra Kuhn den Studierenden vor und lud die Teilnehmenden ein, das umfangreiche Angebot für Studierende und Absolventen zu nutzen.

Ziel des internationalen Karrierefrühstücks ist es, internationale Studierende über Einstiegsmöglichkeiten bei kleinen und mittleren Unternehmen in der Region zu informieren und einen informellen Austausch zwischen Arbeitgebern und Studierenden zu ermöglichen. Bei einem Café können Studierende und Arbeitgeber in entspannter Atmosphäre ins Gespräch kommen und erste Kontakte knüpfen. Anschließend begleitet das Team des Welcome Centers Rhein-Neckar die Studierenden zu einer Karrieremesse. Auf die Ansprache von Arbeitgebern auf der Messe werden die Teilnehmenden im Rahmen des Karrieregespräches von professionellen Kommunikationstrainern vorbereitet.

Fahrradversteigerung am 25. Mai 2019

Am Samstag den 25. Mai findet auf dem Recyclinghof Oftersheimer Weg 8, 69124 Heidelberg die öffentliche Fahrradversteigerung des Fundbüros statt. Es werden ca. 30 Fahrräder versteigert.
Beginn der Versteigerung ist um 11:00 Uhr. Ab 10:00 Uhr können die Fahrräder besichtigt werden.
Jeder ist willkommen bei der Versteigerung mitzubieten.

Fahrradversteigerung am 05. Mai 2018

Am Samstag den 05. Mai findet auf dem Recyclinghof Oftersheimer Weg 8, 69124 Heidelberg die öffentliche Fahrradversteigerung des Fundbüros statt. Es werden ca. 25 Fahrräder versteigert. Beginn der Versteigerung ist um 13:00 Uhr. Ab 12:00 Uhr können die Fahrräder besichtigt werden. Jeder ist willkommen bei der Versteigerung mitzubieten.

Bündnis für Familie Heidelberg | 10 Jahre für eine familienfreundliche Arbeitswelt in Heidelberg

Druckfrisch erschienen ist unser Bündnis-Jubiläumsbericht 2007 bis 2017, der Ihnen einen guten Überblick über 10 Jahre Netzwerkarbeit des ‚Bündnis für Familie Heidelberg’ gibt.

Über 220 Partner aus Unternehmen, Wissenschaft, Institutionen, Verwaltung und Politik engagieren sich für eine bessere Vereinbarkeit von Beruf und Familie und übernehmen damit gemeinsam Verantwortung für unsere Zukunft. Sie alle sind sich einig: Es lohnt sich, in Familienfreundlichkeit zu investieren! Dass die Bedeutung von Familienfreundlichkeit in der Heidelberger Arbeitswelt angekommen ist, wurde ganz aktuell durch das Online-Portal www.betreut.de bescheinigt. Darüber freuen wir uns natürlich!

Nach einer Datenanalyse, die auf das Arbeitgeberbewertungsportal ‚kununu’ zurückgreift, ist Heidelberg die Stadt in Deutschland, in der Familien mit drei Kindern am besten leben können. Im Gesamtranking der kreisfreien Städte steht unsere Stadt auf dem ersten Platz. In keiner anderen Stadt ist die Vereinbarkeit von Beruf und Familie sowohl von Seiten der Arbeitgeber und deren Angebote für ihre Beschäftigten, als auch in Bezug auf Betreuungsangebote so gut wie in Heidelberg.

In zehn Jahren Netzwerkarbeit ist ein Portfolio an über 90 Lösungen gewachsen. Unser Bündnisbericht gibt Ihnen dazu einen Überblick und ist hier als pdf abzurufen.

Ob Arbeitslose, Alleinerziehende oder Azubis – die „Dienste“ sind zur Stelle „Heidelberger Dienste“ feiern 25. Geburtstag – Damals sollten Langzeitarbeitslose beschäftigt werden – Heute ist das Angebot viel breiter – Bilanz-Gespräch mit Wolfgang Schütte

 

Im Jahr 1992, als Helmut Kohl noch regierte und die Arbeitslosenzahl in Deutschland erstmals an der Drei-Millionen-Marke kratzte, reagierten viele Kommunen – auch Heidelberg. Mit den „Heidelberger Diensten“ (HDD) wurde eine städtische Beschäftigungsgesellschaft gegründet. 25 Jahre später sind die HDD weit mehr als das. Geschäftsführer Wolfgang Schütte, 61, war von Anfang an Leiter des gemeinnützigen Unternehmens – und zieht im RNZ-Gespräch Bilanz.

Herr Schütte, zu welchem Zweck wurden die Heidelberger Dienste vor 25 Jahren gegründet?

Anfang der 1990er Jahre entwickelte sich Langzeitarbeitslosigkeit auch in Heidelberg zu einem Problem. Den Impuls des Arbeitsamtes für einen Start der Heidelberger Dienste nahm die Stadt gerne auf: Man wollte ein Beschäftigungsangebot mit gewerblichem Schwerpunkt schaffen.

Sie starteten mit dem Betrieb der Recyclinghöfe – und diese betreiben sie an mittlerweile fünf Orten bis heute.

Ja, aus der ursprünglichen Abgabestelle Oftersheimer Weg sind fünf Recyclinghöfe geworden. Sie sind Teil eines modernen Abfallwirtschaftskonzeptes, in dessen Mittelpunkt die Idee der Kreislaufwirtschaft steht. Zunächst war das eine klassische Arbeitsbeschaffungsmaßnahme.

Bei manchen sind diese ABMs als Beschäftigungstherapie ohne nachhaltigen Nutzen verrufen. Wie sehen Sie das?

Dazu eine kleine Anekdote: Wir haben uns anfangs etwa um Rekultivierung gekümmert – und das auch am historischen Weinberg „Sonnenseite ob der Bruck“. Die Trockenmauern dort haben wir angelegt. Wir haben den Berg erst wieder für den Weinbau nutzbar gemacht. Also das war schon nachhaltig (lacht). Aber im Ernst: Wir wollten damals auch selbst schnell weg von der reinen Projektorientierung und uns nachhaltiger aufstellen.

Das ist gelungen. Heute sind die HDD ein zentraler Bestandteil der städtischen Abfallwirtschaftskonzeption.

Genau. Wir haben die Reinigung des Neckarvorlandes, öffentlicher Toiletten oder die Stadtteilreinigung im Emmertsgrund übernommen. Im zweiten Arbeitsmarkt sind wir der größte Arbeitgeber der Region. Unser Ziel war und ist, Langzeitarbeitslose bei uns fit zu machen und in Arbeit zu vermitteln. Und immerhin jeder vierte wird im Anschluss an die Beschäftigung bei uns direkt in Arbeit vermittelt.

Die politischen Rahmenbedingungen für ein soziales Dienstleistungsunternehmen wie die Heidelberger Dienste haben sich in den vergangenen Jahren stark geändert. Wie wirkt sich das aus?

Früher konnten wir die Menschen bis zu fünf Jahre bei uns beschäftigen – und bekamen 75 Prozent Förderung vom Bund. In der Amtszeit von Ursula von der Leyen wurde die Förderung dramatisch gekürzt.

Dennoch konnten die Heidelberger Dienste ihren Aufgabenbereich immer weiter ausdehnen.

Ja, weil die Kommune einsprang. Aber auch, weil wir immer wieder schnell auf gesamtgesellschaftliche Trends reagiert haben. Als sich um die Jahrtausendwende die Jugendarbeitslosigkeit verfestigte, starteten wir etwa mit dem Azubi-Fonds. Dabei schließen die jungen Leute einen Ausbildungsvertrag mit uns ab – und wir kooperieren mit Betrieben, welche die Ausbildung übernehmen.

Kurz vor der Jahrtausendwende gab es so viele Langzeitarbeitslose wie nie. Wie haben die Dienste darauf reagiert?

Neu war vor allem, dass die Langzeitarbeitslosigkeit auch die Mittelschicht erreichte. Plötzlich waren gut ausgebildete Leute jahrelang arbeitslos. Damals stiegen wir stärker in den Bereich der Beratung und Vermittlung ein. Inzwischen haben wir da sehr viele Angebote für unterschiedliche Zielgruppen.

Mit den Hartz-Reformen wurde 2005 auch der sogenannte Ein-Euro-Job eingeführt, der Langzeitarbeitslose an den Arbeitsmarkt heranführen sollte. Hat das geklappt?

Diese Zusatzjobs wurden immer wieder verunglimpft – zu Unrecht. Sie haben tatsächlich eine Menge Leute in sozialversicherungspflichtige Beschäftigungsverhältnisse gebracht.

Ein Meilenstein war auch die Gründung des „Bündnisses für Familie Heidelberg“ 2007. Welche gesellschaftliche Entwicklung ging dem voraus?

Wir hatten bei dem Projekt „Frauen+“ viele alleinerziehende Mütter unterstützt. Das Thema der Vereinbarkeit von Beruf und Familie wurde immer drängender – darauf haben wir reagiert.

Was leistet das Bündnis für Familie?

Das Bündnis vernetzt Arbeitgeber, die bei diesem Thema besser werden wollen. Inzwischen machen fast alle mit, weil es sich im Wettbewerb um die besten Mitarbeiter keiner mehr leisten kann, nicht dabei zu sein. Einer der größten Erfolge war, das Thema Ferienbetreuung qualitativ und quantitativ aufzuwerten. Dabei haben wir viele Bausteine, etwa das Ferien-Ticket, mit dem auch kleine Unternehmen, die keine eigenen Angebote machen können, ihre Mitarbeiter unterstützen können.

Seit vier Jahren sind die Dienste nun auch noch für das Kreativwirtschaftszentrum „Dezernat 16“ in Bergheim zuständig. Wie kam es dazu?

Das war der nächste logische Schritt, denn hier geht es um die Zukunft der Arbeit. Zugleich fallen dort jeden Tag viele einfache gewerbliche Tätigkeiten an, für die wir tolle Mitarbeiter haben. Das von uns dort aufgebaute Veranstaltungsangebot passt wunderbar zu unserem Service „Fest & Fertig“.

Und was planen Sie und die Heidelberger Dienste als Nächstes?

Das drängendste Thema heute ist wohl der Fachkräftemangel – deshalb gibt es seit vergangenem Jahr das Ausbildungshaus, das wir betreiben. Und es gibt schon viele Stimmen, dass wir bald ein zweites brauchen. Die Arbeit geht uns nicht aus.

Heidelberger Nachrichten vom Dienstag, 5. Dezember 2017, Seite 6, von Sebastian Riemer

25 Jahre Heidelberger Dienste gGmbH | Mittendrin. sozial.

Die Zahl der langzeitarbeitslosen Menschen stagnierte zu Beginn der 90er Jahre auf einem hohen Niveau, obwohl die Entwicklung der Beschäftigung in Heidelberg insgesamt positiv verlief. Im Arbeitsamt Heidelberg war das keine Überraschung, hatte sich doch bereits Jahre zuvor die Langzeitarbeitslosigkeit von der Entwicklung im allgemeinen Arbeitsmarkt abgekoppelt.

Kurz nach dem Beginn der Amtszeit von Oberbürgermeisterin Beate Weber trat im Verlauf des Jahres 1991 die Direktion des Arbeitsamtes Heidelberg an die Stadtverwaltung mit der Bitte heran, eine kommunale Gesellschaft zu gründen, die sich des Problems der wachsenden Arbeitslosigkeit von Menschen mit einfachem gewerblichem Profil annehmen sollte. Gesagt, getan! In der Stadt fiel diese Initiative auf fruchtbaren Boden, der Gemeinderat beschloss zeitnah die Gründung einer solchen Gesellschaft, so dass die Heidelberger Dienste gGmbH (HDD) im Mai 1992 gegründet werden konnte.

Unser Ziel war, Arbeits- und Beschäftigungsmöglichkeiten für Menschen mit einfachem gewerblichem Profil zu schaffen. Eine der ersten Aktivitäten war die Betreuung der „Sammelstelle Am Oftersheimer Weg“ als Vorstufe zum späteren Betrieb der städtischen Recyclinghöfe. Diese wurden bis Mitte der neunziger Jahre eingerichtet und waren Teil einer modernen Abfallwirtschaftskonzeption, deren Grundlage der Gedanke der Kreislaufwirtschaft war.

Ergänzend hierzu konnten wir eine Arbeitsbeschaffungsmaßnahme (ABM) „Sanierung der Heidelberger Altfriedhöfe“ einrichten. Im Rahmen dieser ABM wurden z.B. in größerem Umfang die Wege auf dem Bergfriedhof saniert. Unser drittes Startup-Projekt trug den formalen Titel „Rekultivierungsmaßnahmen im Stadtgebiet“; so entstanden ein von uns sanierter, heute wieder erfolgreich genutzter Weinberg „Ob der Bruck“, viele Streuobstwiesen und anderes mehr. Zum Ende des Wirtschaftsjahres zählten die Heidelberger Dienste 32 engagierte Köpfe.

In den Folgejahren stiegen in der Bundesrepublik die Arbeitslosenzahlen auf zuletzt über 5 Millionen Menschen an. Langzeitarbeitslosigkeit, bis dato ein Phänomen, das Menschen mit fehlender Berufsausbildung oder vergleichbarer Qualifikation betroffen hatte, erreichte die Mittelschicht. Eine qualifizierte Ausbildung, ein Studium oder Berufserfahrung schützten nicht mehr vor lang anhaltender Arbeitslosigkeit. Dazu entwickelte sich Jugendarbeitslosigkeit zu einem drängenden Problem. Diese Entwicklung schaffte Nachfrage nach Dienstleistungen, die bis dahin nicht zu unserem Angebot gehörten. Beratung, Betreuung und Vermittlung durch die Heidelberger Dienste waren plötzlich stark gefragt. Der Azubi-Fonds und das Beratungsprojekt Frauen Plus waren hierbei wichtige Meilensteine zu Beginn des neuen Jahrtausends und ergänzten unsere vielfältigen Arbeitsgelegenheiten jenseits sozialversicherungspflichtiger Beschäftigung.

Gesetzliche Grundlagen unserer Arbeit – und damit wichtige Quelle zur Finanzierung unserer Projekte und Angebote – waren das Arbeitsförderungsgesetz (AFG), das Bundessozialhilfegesetz (BSHG) und der Europäische Sozialfonds (ESF). Zum 1. Januar 1998 wurde durch das Arbeitsförderungs-Reformgesetz (AFRG) die Arbeitsförderung als dritter Teil (SGB III) in das Sozialgesetzbuch der Bundesrepublik eingegliedert. Zum 1. Januar 2005 trat die „Grundsicherung für Arbeitssuchende“ in Form des SGB II in Kraft. Beides wichtige Schritte hin zu einer modernen Arbeits- und Beschäftigungsförderung, mit einem damals interessanten und ausreichend finanzierten Instrumentarium Langzeitarbeitslosigkeit zu bekämpfen. Ein wichtiger Aspekt war dabei auch, dass mit der Reform die Bekämpfung der Langzeitarbeitslosigkeit vor allem aus Steuer- und nicht mehr aus Beitragsmitteln der Versichertengemeinschaft finanziert wurde.

War die Entwicklung der Heidelberger Dienste in den ersten Jahren vor allem durch ein Ausweiten von Projekten und Aufgaben mit gewerblichem Schwerpunkt im Rahmen unseres Unternehmensbereichs „Kommunale Beschäftigungsförderung“ geprägt, so wurde in den letzten 10 Jahren vieles an Bedürfnissen und neuen Themenschwerpunkten an uns herangetragen. Neben der bereits erwähnten Diversifizierung unserer gewerblichen Dienstleistungen (z.B. der Veranstaltungsservice „Fest & fertig“, „Die Möbelhalle“, aktuell die Pflege und Betreuung der Alla Hopp!-Anlage) folgten weitere Beratungs- und Vermittlungsangebote. „BIWAQ II – Jobcoach Emmertsgrund“, „Mein Wiedereinstieg“, „BIWAQ III – Kommunale Dienstleistungen als Qualifizierung für Langzeitarbeitslose“, „Stark im Beruf“ und „Mütter mit Migrationshintergrund steigen ein“ sind nur einige Beispiele aus unserem Unternehmensbereich „Kommunaler Arbeitsmarktservice“, die dokumentieren, wie vielfältig und breit die aktuellen Dienstleistungen der Heidelberger Dienste sind.

Mit der Initiative zur Gründung des „Bündnis für Familie Heidelberg“ (2007) als reines, lebendiges Arbeitgebernetzwerk, setzten wir für uns einen weiteren wichtigen Schwerpunkt: „Vereinbarkeit von Beruf und Familie“. In den letzten zehn Jahren sind eine Fülle (über 90) von Lösungen, Aktionen und Projekten entstanden, die die Arbeitswelt familienfreundlicher werden lassen.

Im Jahr 2013 wurden wir beauftragt, ein Zentrum für Kultur- und Kreativwirtschaft, das heutige DEZERNAT 16 zu betreiben. Neben den, im Dezernat reichlich vorhandenen, gewerblichen Aufgaben zeigen sich in der Kultur- und Kreativwirtschaft vielfältige Formen und Modelle moderner und zukünftiger Arbeit und Zusammenarbeit. Das Dezernat 16 hat sich daneben zu einem gefragten Veranstaltungszentrum in Heidelberg entwickelt, eine perfekte Ergänzung zu unserem Veranstaltungsservice Fest & fertig.

In den letzten Jahren entwickelte sich der Arbeitsmarkt in der Bundesrepublik – anders als bei vielen unserer europäischen Partner – ausgesprochen gut. Dafür klagen viele Arbeitgeber über einen zunehmenden Mangel an Fachkräften, aber auch einen eklatanten Nachwuchsmangel. Unsere Projekte wie „Move for your future“, das Welcome-Center-Rhein-Neckar im Verbund mit Mannheim und dem Rhein-Neckar-Kreis, sowie letztlich das AUSBILDUNGSHAUS sind ein wichtiger Beitrag Heidelbergs zur Fachkräftesicherung und tragen der zunehmenden Europäisierung des Arbeitsmarkts Rechnung.

Die Heidelberger Dienste hat in den letzten 25 Jahren unglaublichen Veränderunge durchlaufen. Beginnend mit den ersten Gehversuchen im Rahmen von ABM-Projekten hat sich die gGmbH zu einem vielfältigen sozialen und kommunalen Instrument entwickelt, das Dienstleistungen für unser Gemeinwesen rund um die Schwerpunkte Arbeit und Beschäftigung bereitstellt.

Auf die Zukunft der Arbeit freuen wir uns, besonders hier bei den Heidelberger Diensten!

Ein Teller Heimat – Wo Togo von Syrien lernt: Heidelberger Dienste starten Kochprojekt für geflüchtete Frauen – Integration in den Arbeitsmarkt

Mit geübtem Griff knetet Haistan HajiRamdan die grobe Masse, aus der später einmal Tabouleh werden soll, syrischer Bulgursalat. Sie arbeitet ausschließlich mit den Händen, das ist Teil ihrer Kultur. Die 30-Jährige stammt aus Al-Hasaka im Nordosten Syriens. Haji-Ramdan ist eine von 15 Frauen, die am vergangenen Freitag Spezialitäten aus ihrem Herkunftsland zubereiten. „Das gemeinsame Kochen kennen alle aus ihrer Heimat“, bemerkt Aline Moser, Mitarbeiterin der Heidelberger Dienste (HDD). „Es schafft einen sicheren Raum. Hier können sie sie selbst sein, keine Flüchtlinge, nur Mütter, Frauen, Menschen.“

Die HDD luden jetzt im Rahmen des Bundesprojekts „Stark im Beruf“ und dessen Zusatzmodul „Flucht“ erstmals in die Heidelberger Kochschule im Dachgeschoss des alten Hallenbades ein. „80 Prozent der Flüchtlinge sind Männer, dementsprechend wenige Angebote gibt es für Frauen“, weiß Anna Matzenauer, auch eine Mitarbeiterin der Heidelberger Dienste. „Viele von ihnen haben eine gute Ausbildung und wollen nicht den ganzen Tag im Camp rumhängen. Wir möchten diesen Menschen eine Stimme geben.“

Das Projekt soll Mütter mit Fluchthintergrund perspektivisch in den deutschen Arbeitsmarkt integrieren. „In Syrien machen viele Frauen einen Doktorabschluss, während die Bildung in manchen Ländern Afrikas nicht über eine fünfjährige Schulbildung hinausgeht. Aber keine Vorbildung bedeutet nicht zwingend, keine beruflichen Ziele zu haben“, betont Moser. Auch gut ausgebildete Frauen scheiterten oft an bürokratischen Hürden. Haji-Ramdan etwa arbeitete zehn Jahre lang als Lehrerin, ihre Diplome und Zeugnisse aus Syrien werden in Deutschland jedoch ohne Notenschlüssel nicht an- erkannt. Ein weiteres großes Hindernis beim Einstieg in den Arbeitsmarkt sind mangelnde Sprachkenntnisse. „Heute geht es nicht darum, welche Nation das beste Essen zubereitet, sondern darum, miteinander ins Gespräch zu kommen. Reden ist immer ein Prozess. Wir wollen ein Netzwerk aufbauen, das es den Frauen leichter macht, in Heidelberg und auch in Deutschland anzukommen“, erklärt Matzenauer. Und Moser fügt hinzu: „Es ist eine Begegnung auf Augenhöhe. Auch, dass wir die Räume der Kochschule unentgeltlich nutzen dürfen, zeigt die Wertschätzung gegenüber unseren Frauen.“

Beim Kochen trauen sich die Teilnehmerinnen dann endlich, zu reden. Trotz Sprachbarrieren tuscheln sie eifrig, lachen, tauschen nonverbale Anweisungen aus. Die Rezepte haben sie selbst mitgebracht. „Hier lernt Togo von Syrien, Heidelberg von Pakistan“, fasst Matzenauer glücklich zusammen.

Währenddessen bereiten Moussalatou Ouro-Bodi und Mariama Kaba eine Erd- nusssoße zu. Die beiden Togolesinnen leben seit einem Jahr in Deutschland. In ihrer Heimat haben sie als Verkäuferinnen auf einem lokalen Markt gearbeitet. „Der Sprachkurs, den die beiden aktuell belegen, bescheinigt ihnen das niedrigste Sprachniveau A1“, erklärt Matzenauer, „für eine Stelle als Reinigungskraft brauchen sie allerdings A2.“ Das gemeinsame Kochen macht den beiden nicht nur viel Spaß, sondern ermutigt sie auch, ihre neu erlernten Sprachkenntnisse in der Praxis anzuwenden.

Zuletzt streicht Haji-Ramdan die Bulgurmasse glatt und garniert den Tabou-leh mit Petersilie. Es ist zwar noch ein langer Weg, bis die Syrerin Teil des deutschen Arbeitsmarktes wird. Aber HDD-Mitarbeiterin Aline Moser ist überzeugt: „Wer zehn Jahre lang Lehrer war, der kann ganz viel.

(Quelle: RNZ vom 21.11.2017, Von Sara Wess)

Infotag Wiedereinstieg Sinsheim am 11.11.2017

HDD beim Infotag Wiedereinstieg

Am 11.11.2017 fand in den Räumlichkeiten der VHS Sinsheim der Infotag zum Thema ‚Wiedereinstieg’ statt. Die Veranstalterinnen waren Petra Bölle, Beauftragte für Chancengleichheit am Arbeitsmarkt der Agentur für Arbeit Heidelberg, Marion Baader des Regionalbüro der Netzwerke berufliche Fortbildung Heidelberg, Mannheim, Neckar-Odenwald und Sinsheim  sowie Daniela Wagner, Beauftragte für Chancengleichheit am Arbeitsmarkt des Jobcenter Rhein-Neckar-Kreis.

In Workshops und an Infoständen konnten sich Wiedereinsteigerinnen und Wiedereinsteiger informieren. Dabei war HDD mit einem Infostand vertreten und klärte umfassend über eigene Unterstützungsangebote bei der Planung und Umsetzung des beruflichen Wiedereinstiegs auf.

AZUBI-FONDS – Bewerbungsverfahren

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Welcome Center Rhein-Neckar erhält weitere Förderung bis Ende 2020

08.07.2019 | Stuttgart: Internationale Fachkräfte sind in der Region Rhein-Neckar herzlich willkommen – unter dieser

Konkrete Bewerbungstipps aus erster Hand beim internationalen Karrierefrühstück

15.05.2019 | Heidelberg: Was mache ich, wenn ich im Bewerbungsgespräch sehr nervös werde? Oder wie verhalte

Fahrradversteigerung am 25. Mai 2019

Am Samstag den 25. Mai findet auf dem Recyclinghof Oftersheimer Weg 8, 69124 Heidelberg die

Fahrradversteigerung am 05. Mai 2018

Am Samstag den 05. Mai findet auf dem Recyclinghof Oftersheimer Weg 8, 69124 Heidelberg die

Bündnis für Familie Heidelberg | 10 Jahre für eine familienfreundliche Arbeitswelt in Heidelberg

Druckfrisch erschienen ist unser Bündnis-Jubiläumsbericht 2007 bis 2017, der Ihnen einen guten Überblick über 10

Ob Arbeitslose, Alleinerziehende oder Azubis – die „Dienste“ sind zur Stelle „Heidelberger Dienste“ feiern 25. Geburtstag – Damals sollten Langzeitarbeitslose beschäftigt werden – Heute ist das Angebot viel breiter – Bilanz-Gespräch mit Wolfgang Schütte

  Im Jahr 1992, als Helmut Kohl noch regierte und die Arbeitslosenzahl in Deutschland erstmals

25 Jahre Heidelberger Dienste gGmbH | Mittendrin. sozial.

Die Zahl der langzeitarbeitslosen Menschen stagnierte zu Beginn der 90er Jahre auf einem hohen Niveau,

Ein Teller Heimat – Wo Togo von Syrien lernt: Heidelberger Dienste starten Kochprojekt für geflüchtete Frauen – Integration in den Arbeitsmarkt

Mit geübtem Griff knetet Haistan HajiRamdan die grobe Masse, aus der später einmal Tabouleh werden

Infotag Wiedereinstieg Sinsheim am 11.11.2017

HDD beim Infotag Wiedereinstieg Am 11.11.2017 fand in den Räumlichkeiten der VHS Sinsheim der Infotag

Unsere Leistungen

mittendrin.sozial

Menschen mit Arbeit unterstützen und fördern, neue Perspektiven aufzeigen und Teilhabe am gesellschaftlichen Leben ermöglichen. Mehr

Service für Bürger

Für Heidelberger Bürgerinnen und Bürger unverzichtbar - stets mit Engagement und Verlässlichkeit im Einsatz. Mehr

Service für Arbeitgeber

Gemeinsam Lösungen entwickeln, die Arbeitgeberattraktivität stärken, Fachkräfte gewinnen und binden. Mehr

Arbeit und Ausbildung

Zusammen mit Jugendlichen, jungen und erfahrenen Menschen berufliche Perspektiven entwickeln. Mehr

Beruf und Familie

Netzwerke organisieren, gemeinsam familienfreundliche Lösungen entwickeln und Unternehmen bei der Umsetzung unterstützen. Mehr

Beratung und Vermittlung

Beratung von arbeitsuchenden Menschen. Mit neuen Perspektiven ins Berufsleben starten. Mehr